Rainer Wulff Live: Hörbuch-Kooperation zwischen 1910 e.V. und Grand Hotel van Cleef

Er ist der dienstälteste Stadionsprecher im deutschen Profifußball – und vielleicht auch der ungewöhnlichste. Eine neue Benefiz-Koproduktion mit und zugunsten von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. zeigt die kreative Seite der „Stimme vom Millerntor“: „Vom Runden ins Eckige – Rainer Wulff LIVE“ erscheint am 7.11. als erstes Hörbuch des Hamburger Labels Grand Hotel van Cleef (u.a. Thees Uhlmann, Marcus Wiebusch, Kettcar). Vorbestellungen sind ab sofort möglich; am 7.11. um 19:30 (Einlass: 18:30) findet die Hörbuch-Premiere mit Release-Party in den Fanräumen (Gegengerade Milllerntor-Stadion) statt.

Seit 1986 ist Rainer Wulff die Stimme vom Millerntor. Hunderttausende kennen das unverwechselbare Organ des langjährigen NDR-Journalisten. Für Fans des FC St. Pauli gehört es zum Spieltag wie Flutlicht, Tore und Gesang. Das Hörbuch „Vom Runden ins Eckige – Rainer Wulff LIVE“ zeigt die Stadionsprecherlegende als meisterhaften Satiriker und leidenschaftlichen Performer: Geschichten aus dem Strafraum des Lebens, mit und ohne Ball, vorgetragen von Wulff selbst und drei Performance-erfahrenen Gastautoren, die eigene Texte beisteuern.

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Hörbuch-Cover mit Blumenkasten (vielen Dank an die Haupttribünen Oldtras!). Foto: Stefan Groenveld, www.groenveld.de, Gestaltung: Sven Statz, www.statz-design.de

Schwimmende Kühe treffen Torjubelterroristen, Wurschtelshirts mischen Apfelweinkneipen in Syrien auf, röhrende Fußballhirsche fahren Trimmrad mit kinderhassenden Geländewagen und kriselnde Hamburger Sportvereine singen Opernmelodien mit Punkmillionären. Ganz großes Ohren- und Kopfkino für Menschen, die gern Tränen lachen, live aufgezeichnet an zwei begeistert aufgenommenen Abenden in den Fanräumen des Millerntor-Stadions. Ein „Muss“ für alle Fans des FC St. Pauli, aber auch ein literarisch-unterhaltsames Vergnügen für Hörer, die noch nie bei einem Fußballspiel waren (geschweige denn die Abseitsregel erklären könnten).

„Vom Runden ins Eckige – Rainer Wulff LIVE“ (3 CDs, 20 Geschichten, 197 min.) kommt am 7. November 2014 als aufwendig gestaltetes Dreifach-Digipac mit 16-seitigem Booklet zum Preis von 19,10 Euro in den Handel (Bestellnummer: INDIGO 995352). Der Erlös kommt dem zukünftigen FC St. Pauli-Museum zugute und geht an den gemeinnützigen Förderverein 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V.

Ab sofort sind Vorbestellungen über den Onlineshop von Grand Hotel van Cleef möglich. Alle Hörbücher, die bis zum 4. November vorbestellt werden, werden von Rainer Wulff persönlich signiert!

Bestell-Link: http://www.ghvc-shop.de/detail/vom-runden-ins-eckige-rainer-wulff-live

Von und mit:

  • Rainer Wulff
  • Liefka Würdemann und Thomas Nast (Lesebühne LÄNGS)
  • Christoph Nagel
Rainer Wulffs Leseteam bei der Aufzeichnung in den Fanräumen (Foto Sabrina Adeline Nagel)

Rainer Wulffs Leseteam bei der Aufzeichnung in den Fanräumen. Foto: Sabrina Adeline Nagel, www.siesah.de

Über Rainer Wulff

Rainer Wulff. Foto: Sabrina Adeline Nagel

Rainer Wulff. Foto: Sabrina Adeline Nagel, www.siesah.de

Rainer Wulff (*1943) hat fast vier Jahrzehnte als Rundfunkjournalist das Profil des NDR mit geprägt, jeweils etwa ein Drittel seines Berufslebens in der Hauptabteilung Politik, in der Unterhaltung und schließlich (als Chef vom Dienst) bei NDR Kultur. Seit 2003 ist er äußerst umtriebiger Rentner: Organisator und Juror internationaler Gesangswettbewerbe, Berater kultureller Institutionen und Moderator auf großen und kleinen Bühnen und Podien – und weiterhin (wie schon seit 1986) ehrenamtlicher Stadionsprecher beim FC St. Pauli. Schon in seinen frühen NDR-Jahren war Rainer Wulff für seine spitze Feder bekannt (und bei Politkern oft genug gefürchtet). Als er 2013 von der Hamburger Lesebühne LÄNGS erstmals zu einer Lesung eingeladen wurde, begann er mangels aktueller Texte erneut zu schreiben. Seitdem bastelt er an ironischen, oft auch bösen oder skurrilen Geschichten – und das nicht nur über den FC St. Pauli, sondern auch über viele andere bemerkenswerte (und sehr komische) Seiten des Lebens. Zum Beispiel über seinen Festspielauftritt als Don Juan, seine Nebenrolle bei „Wer wird Millionär“ und über bizarre Extravaganzen des Opernpublikums. Oder er hinterfragt mit hinter Freundlichkeit versteckter Arglist scheinbar Sinnloses, z.B.: „Wozu brauchen wir eigentlich Berge?“ Dabei schont er niemanden. Nicht einmal sich selbst. Besonders live vom stimmgewaltigen Autor vorgetragen, sind diese Texte ein echtes Erlebnis. Kein Wunder, dass Besucher von Rainer Wulffs Auftritten immer wieder nach einem Hörbuch fragen. Das aber gab es nicht – bis jetzt.

Über Rainers Gastautoren

Liefka Würdemann. Foto: Sabrina Adeline Nagel

Liefka Würdemann. Foto: Sabrina Adeline Nagel, www.siesah.de

Liefka Würdemann ist eine dramatische Figur… und hat eine dramatische Figur. Das behauptet sie jedenfalls in Texten, in denen sie ausschließlich sich selbst verarbeitet. Alltägliche Begebenheiten werden zu urkomischen kleinen Dramen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei lediglich um eine armselige Form von Selbstreferenzialität, die Liefka Würdemann aufgrund ihrer beschränkten Hirnaktivität selbst gar nicht erfassen kann. Solltet Ihr Liefka jemals treffen (z.B. bei der Lesebühne LÄNGS), rettet euch und stellt ihr ein Bein! Das beschäftigt sie mental so lange, dass ihr euch ungehindert aus dem Staub machen könnt.

Thomas Nast. Foto: Sabrina Adeline Nagel

Thomas Nast. Foto: Sabrina Adeline Nagel, www.siesah.de

Thomas Nast ist Hesse und eigentlich Handwerker. Seine, wie er sagt, „nicht durch ein geisteswissenschaftliches Studium versaute Leidenschaft für die Literatur“ trieb ihn aus seinem Ingenieurberuf hin zur Erfüllung seines Traumes: Leben von und mit der Literatur. 2002 und 2005 von ihm gegründet, sind in Hamburg das „Mathilde, Literatur & Café“ (Bogenstraße 5) und die „Mathilde Bar“ (Kleine Rainstraße 11) Plätze, an denen Literatur bei Lesungen erlebt werden kann. In der Bar hat die Lesebühne LÄNGS ihr Zuhause, die aber auch außerhalb Hamburgs (z.B. regelmäßig in Lüneburg und Kiel) gastiert (www.laengs.de). Doch seinen eigentlichen Auftrag sieht Thomas Nast darin, die Welt mit satirischen Mitteln zu retten. Ungerechtigkeit kann der Werkzeug schwingende Poet nicht ausstehen, und da er ohnehin noch nie irgendjemandes Freund sein wollte, schreibt er tapfer dagegen an.

Christoph Nagel. Foto: Sabrina Adeline Nagel

Christoph Nagel. Foto: Sabrina Adeline Nagel, www.siesah.de

Christoph Nagel ist nicht nur einer der schlechtesten Verteidiger, die der Cuxhavener Sportverein jemals hatte, sondern auch Autor, Moderator und Ghostwriter des streitbaren Gegengeraden-Gerd (www.gegengeraden-gerd.de). Gemeinsam mit Michael Pahl veröffentlichte der studierte Historiker „FC St. Pauli. Alles drin“ sowie „FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel“, das „neue Standardwerk zur Geschichte des Stadtteilclubs“ („11 Freunde“). Als Vorstandsmitglied des Fördervereins 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. setzt sich der bekennende Fußballromantiker für eine braun-weiße Pilgerstätte in der Gegengerade des Millerntor-Stadions ein.

Über 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V.

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Foto: Antje Frohmüller, www.afroh.de

„Ein Verein wie kein anderer verdient ein Museum wie kein anderes“: Unter diesem Motto setzt sich der gemeinnützige Förderverein 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V., dem der Verkaufserlös des Rainer-Wulff-Hörbuchs zugute kommt, für eine braun-weiße Pilgerstätte in der Gegengerade des Millerntor-Stadions ein.

Auch ein Museumsarchiv/-depot nach professionellen Standards für große und kleine Schätze und Erinnerungen ist bereits im Aufbau begriffen. Schon vor Eröffnung des eigentlichen Museums ist 1910 e.V. öffentlich aktiv, beispielsweise mit der großen Ausstellung „F*ck you, Freudenhaus“ zum Werden und Bleiben des Millerntor-Stadions, dem Fußballkultur-Festival „Fußball und Liebe“ und vielen anderen Veranstaltungen und Aktionen rund um den FC St. Pauli, seine Fankultur und seinen Stadtteil.

Die Mitgliedschaft bei 1910 e.V. steht jedem offen und kostet nur 24 Euro im Jahr.

Infos: www.1910-museum.de | www.millerntor-ausstellung.de

Über Grand Hotel van Cleef GHvC_Logo

Im Sommer 2002 trafen sich Reimer Bustorff, Marcus Wiebusch von kettcar und Thees Uhlmann von Tomte, um unter dem Motto: „Ich will nicht bio einkaufen. Ich will den ganzen verdammten Supermarkt und den Bauernhof gleich noch dazu… und die Lastwagen!“ ein Plattenlabel zu gründen.

Das war die Zeit, in der Rockmusik mit deutschen Texten wieder mal nur Achselzucken bei großen Plattenfirmen verursachte. Also schulterte man zehn Jahre Punkszenen-Know-how und einen Kleinkredit von einer Mutter, die hier nicht genannt werden möchte, und erfand gleich das nächste Motto: „Plattenindustrie sind jetzt wir!“

Kaum sechs Monate später hatte man mit „Du und wieviel von deinen Freunden“ von kettcar einen Klassiker und mit „Hinter all diesen Fenstern“ von Tomte den ersten Charterfolg zu verbuchen. Grundpfeiler des Labels waren und sind bis heute: „Mario Kart fahren auf der N64, berühmt berüchtigte Mittwochsmeetings und Platten von Bands zu veröffentlichen, die früher oder später Freunde geworden sind“.

Infos: www.ghvc.de

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