„Museum in Progress“: erste Mitgliederversammlung in der FCSP-Museumsfläche

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des FC St. Pauli-Museums: Am Donnerstag (14.09.) fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. erstmals „zu Hause“ statt – im Foyer der Museumsfläche in der Gegengerade, vielen auch durch die 1910-Weinbar an Spieltagen bekannt.

Rund 60 Mitglieder informierten sich über das Erreichte in einem ereignisreichen Jahr – und stellten die Weichen für die Zukunft. Wie viel sich seit der letzten Mitgliederversammlung 2016 getan hat, machte 1910 e.V.-Vorstandsmitglied Sönke Goldbeck mit einem Foto aus der letztjährigen Vorstandspräsentation sichtbar: „Wo wir jetzt sitzen, wurde vor einem Jahr noch gebaut“, so Goldbeck. „Die Bagger rollen jetzt nicht mehr.“

Und das bei überschaubaren Kosten. Dank viel Eigenleistung von Mitgliedern und Unterstützern von 1910 e.V., guter Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern, genauer Planung und gründlichem Controlling bewegen sich die Baukosten für die abgeschlossene Bauphase 1 (Herrichtung der Fläche) am untersten Rand des geschätzten Rahmens: „Eine Elbphilharmonie ist das hier nicht“, so Goldbeck augenzwinkernd.

Auch 1910 e.V.-Finanzexperte Tjark Woydt zeigte sich zufrieden: „Dieser Verein hat finanziell Gewaltiges geleistet“ – dank vieler Spender, der Mitglieder von 1910 e.V. und guter Partner wie etwa Viva con Agua de Sankt Pauli (1910 e.V. hat an den Einnahmen der Becherpfandaktionen am Spieltag Teil) und der Abteilung Fördernder Mitglieder (AFM) im FC St. Pauli.

Zum Thema Stadionführungen, seit einiger Zeit unter der Leitung von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V., konnte Roger Hasenbein erfreuliche Zahlen und deutliche Steigerungen verkünden – ein weiterer Baustein für ein nachhaltig lebensfähiges Museum für einen Verein wie keinen anderen.

Dieses Museum, so Vorstandsvorsitzender Michael Pahl, ist als „Museum in Progress“ schon jetzt Wirklichkeit. Die diversen Aktionen und Ausstellungen stoßen auf große Resonanz, und jede von ihnen ist ein Schritt auf dem Weg zum endgültigen Museum mit Dauerausstellung.

Sein Vorstandskollege Christoph Nagel erinnerte angesichts des fünfjährigen Bestehens von 1910 e.V. daran, welch unglaubliche Entwicklung der „Museumsverein“ angestoßen und als gemeinsame Leistung vieler Mitwirkender und Unterstützer ermöglicht hat: „Wir haben ein Museum gebaut – und wir bauen es weiter.“

Bei den Vorstandswahlen, durchgeführt durch Versammlungsleiter Dr. Philippe Niebuhr, wurden Roger Hasenbein, Michael Pahl und Tjark Woydt im Amt bestätigt. Der zweite Teil des Vorstands steht erst 2018 zur Wahl an. Auch bei der Wahl von Annika Kückens zur neuen Kassenprüferin waren die Mitglieder sich sehr einig, und so konnte Philippe Niebuhr der Steuerberaterin und Prüfungsleiterin bei der renommierten Hamburger Kanzlei Dierkes & Partner nach der obligatorischen Frage zur Annahme Ihrer Wahl zum neuen Ehrenamt gratulieren.

Aus der „Schatzkammer“ des FCSP-Museums konnte Rainer Klinitzki, u.a. Koordinator der Archivgruppe von 1910 e.V., Spannendes berichten: Schon über 1300 Exponate wurden inventarisiert. Inzwischen wurden zudem umfangreiche Digitalisierungsarbeiten begonnen – für die ehrenamtliche HelferInnen ebenso dringend gesucht werden wir z.B. für den erfolgreichen 1910 e.V.-Shop. 1910 e.V.-Ehrenamtlichenkoordinatorin Andrea Plagemann (andrea.plagemann@1910-museum.de) freut sich immer über neue Aktive!

Im Container an Spieltagen und online konnten bereits 100.000 Euro Umsatz erwirtschaftet werden – doch um die wachsenden Aufgaben bewältigen zu können, braucht es auch hier möglichst viele Hände. Schon mit wenigen Stunden Arbeit pro Woche oder Monat kann jede/r einen Beitrag zu einem Museum und Archiv leisten, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.

Von einer schönen Anerkennung für die Leistungen des „Teams 1910“ konnte Schatzmeisterin Christiane Bevers berichten. So spendeten Cheftrainer Olaf Janßen und Geschäftsführer Andreas Rettig nicht nur eine namhafte Summe aus Honoraren für TV-Auftritte – sondern schickten auch gleich eine Begründung dazu: „Bei meinem Besuch im Museum“, so Olaf Janßen per E-Mail, „konnte ich leicht erkennen, wieviel Herzblut und Einsatz in diesem Projekt stecken. Unsere Spende soll helfen, dass die Aktiven von 1910 e.V. ihre Ideen weiterhin in die Tat umsetzen können.“

Impressionen von der 1910-JHV 2017 (Fotos Christoph Nagel)

 

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