KIEZBEBEN-Nächte: Konzert mit Ryan O’Reilly am 11. Juli

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Jeden Donnerstag ist die KIEZBEBEN-Ausstellung im FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade des Millerntor-Stadions extra lange geöffnet (von 12-22 Uhr) – und jeden Donnerstag gibt es ein besonderes Programm. Am Donnerstag (11. Juli) folgt das nächste Highlight, diesmal in Kooperation mit Grand Hotel van Cleef: Der Singer-Songwriter Ryan O’Reilly, Wahlberliner mit englischen und irischen Wurzeln, kommt zum Konzert! Los geht’s um 20 Uhr. Wie bei allen KIEZBEBEN-Nächten ist das Konzert im normalen Ausstellungseintritt inbegriffen (7 Euro regulär, 4 Euro ermäßigt, 10 Euro Soli-Preis für 1910 e.V. – freiwillige Spende für den Künstler möglich). Ein weiterer Vorteil für InhaberInnen einer KIEZBEBEN-Dauerkarte!

Was Ryans Musik angeht, ist die Musikpresse sich einig: “Fans hochklassiger Songwriter-Sounds sollten sich das unbedingt näher anschauen”, meint Nothing But Hope and Passion, Gästeliste.de nennt ihn einen “Meister seines Fachs”Musik an sich vergibt das Prädikat “sehr empfehlenswert” und lobt “eine sympathische, melodische und harmonische Mischung aus Folk, Rock und Singer/Songwriter-Klängen. Dabei erwischt man ständig eine gewisse Melancholie, die fast jedem Song innewohnt”.

Sein zweites Album „I Can’t Stand The Sound“ wurde inmitten von Chaos und Geschäftigkeit einer New Yorker Kinobar auf der Bedford Avenue, Brooklyn, sowie in windgepeitschter Einsamkeit der südlichen Isle of Wight aufgenommen. Das Album, produziert von David Granshaw unter Zusammenarbeit mit dem Kanadier Tyler Kyte, nimmt den Zuhörer mit auf die Suche nach Sinn; nach der Bedeutung eines tödlichen Autounfalles, der Schönheit und Dunkelheit der Straßen Berlins, dem Begreifen der amerikanischen Gesellschaft nach der Trump-Wahl 2016, und nicht zuletzt dem Versuch, den Lärm unerbittlicher 24-Stunden-News sowie des Internets auszublenden.

Überall finden sich Bruchstücke zahlreicher vergangener Gespräche: die Warnung einer Großmutter, dass Geister nie so gefährlich sind wie Zeitgenossen; die ersten Worte an einen geliebten Menschen nach einem Terroranschlag, ein Sturz vom Pferd, verkatert in der Badewanne lesen, all die gesichtslosen Personen, die munter zuraten: „Lebe deinen Traum!“ – die Charaktere und Situationen wechseln unermüdlich Ort und Perspektive. „I Can’t Stand The Sound“ begann auf der Reise von New York nach Tennessee, unmittelbar nach der US-amerikanischen Wahl 2016, mit langen Unterhaltungen, der Suche nach einem Fazit, und Argumenten dort, wo keine Vernunft mehr herrscht. O’Reilly schrieb dieses Album auf dem städtischen Golfplatz von East Nashville, einer Veranda in Hamilton, Ontario, und entlang der schönen, dreckigen Spree in seiner Wahlheimat Berlin, und all diese Orte haben ihren Weg in das Herz des Werkes gefunden.

Ryan, Tyler und Dave sind im Mai 2017 zurück nach New York gereist, um gemeinsam mit Bandmitgliedern von Dwayne Gretzky aus Toronto und Ryans Europatour-Gefährtinnen The O’Pears die Aufnahmen für „I Can’t Stand The Sound“ zu beginnen, und zwar an keinem geringeren Ort als in der Kinobar in Brooklyn, in welcher die Reise zu diesem Album sechs Monate zuvor begonnen hatte.

–> Ihr seht also: Der Besuch im KIEZBEBEN am Donnerstag (11. Juli) lohnt sich. Konzert: 20 bis ca. 21:45 Uhr (mit kurzer Pause in der Mitte), Ausstellung + 1910-Weinbar-Öffnung: 12-22 Uhr. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!